Nachtmahl!

Wer und was bleibt am Ende des Tages zu unserem Nachtmahl?

Monat: Juni, 2016

Gerstensuppe

by schatten.licht.toene

Gerstensuppe

Die Großeltern aus Norddeutschland kommen heut zu Besuch nach Südtirol. Und die Familientradition besagt, das zu diesem Ereignis Gerstensuppe gekocht werden muss.

Gerstensuppe, die im Norden Deutschlands als Graupensuppe verschrien ist und noch immer unliebsame Erinnerungen bei den dahinsiechenden Vertretern der Kriegsgeneration weckt, in Südtirol aber ein überall gern gesehener Eintopf ist.

1 geselchte Schweinshaxe

mit Suppengemüse, weißen Pfefferkörnern, Nelken und etwas Koriandersamen 1 Stunde in 2 Liter leicht gesalzenem Wasser kochen. Dann die Haxen herausfischen, das Fleisch von den Knochen lösen und in Würfel schneiden. Den Fond durch ein feines Sieb abseihen. Dann

1 Zwiebel, fein geschnitten
100 g Karottenwürfel
100 g Würfel vom Stangensellerie
2 Lorbeerblätter

in Butter in einem großen Suppentopf zerlassen und die obigen Zutaten darin anschwitzen.

100 g Gerste

hinzufügen und dieses Gemenge mit

1600 ml Suppenfond

aufgießen. Gut aufkochen lassen, dann bei mäßiger Temperatur 20 Minuten köcheln lassen. Ausschalten und 3 Stunden ziehen lassen.

50 g Kartoffelwürfel
und

das Fleisch von der Schweinshaxe

dazugeben und alles so lang kochen, bis die Kartoffelwürfel schön weich sind. Abschmecken mit Salz und Pfeffer versteht sich von selbst. Eventuell noch etwas Majoran dazugeben. Zum Servieren frisch geschnittenen Schnittlauch, gehacktes Petersilien- und Selleriegrün und geröstetes Bauernbrot reichen.

Gerstensuppe ist sehr gut vorzubereiten und liebt das wiederaufkochen.

Und wer die Suppe ein bissl cremiger mag, der reibt beim letzten Aufkochen noch eine rohe Kartoffel mit der feinen Reibe hinein, das bindet schön.

1. GSIESER SAGENWANDERUNG

by schatten.licht.toene

Am 4. Juni 2016 begaben wir uns auf die geheimnisvolle Suche nach Schnabelmenschen und Saligen. Geführt von unserem Wanderführer Eduart von Voadohuibn erzählten Corinna und ich an den Rastplätzen unserer Wanderung, auf Lichtungen, zwischen Baumwurzeln und bei den alten Hackllöchern zwanzig jungen Zuhörern die alten Sagen und Geschichten rund um die unheimlichen Schnabelmenschen und die mystischen Saligen Frauen.

Und am Nachmittag, nach unserer Rückkehr nach Voadohuibn, gab es für alle Stockbrot und Würstl am Lagerfeuer, Tajinespeisen und weitere, frei erzählte Geschichten in Marias alter Bauernstube.

Fundstück: Backmischung

by schatten.licht.toene

In der Überraschungskiste der vergangenen Woche haben wir eine Backmischung für Kuchen gefunden. Nun ist es für mich normalerweise kein allzu großes Problem, selbst die Zutaten für einen Kuchen zusammen zu stellen, aber da die Backmischung nun mal da war, haben wir sie auch verwendet. Ausserdem wollte Caro unbedingt Kuchen backen:

 

Weizentortillas und Chimichurri

by schatten.licht.toene

Chimichurri

Chimichurri

Es war Zeit zum Feiern. Die Einweihung des neuen Haus der Solidarität in Milland stand bevor und es galt, ein Fingerfoodbüfett für rund 400 hungrige Gäste herzurichten. Neben Gemüsestrudel haben wir jede Menge kleiner, veganer Tortillas hergestellt, gefüllt mit gegrillten Zucchini, gedünsteten Paprikastreifen, Krautsalat und Chimichurri, einer argentinischen Kräutersoße, die ich nach einem Rezept mache, das ich in dem wundervollen Buch „Kräuter und Gewürze“ von Jill Norman gefunden habe.

Während der Eröffnungsfeier wurde ich mehrmals nach dem Rezept für die Tortillas und der Chimichurri gefragt, weshalb ich gleich Nägel mit Köpfen mache und euch beide Rezepte im Nachtmahl! aufschreibe. Für das Tortillarezept habe ich noch zwei uralte Videos gefunden, die ich vor einer halben Ewigkeit mit einer Webcam aufgezeichnet habe. Die Qualität der Videos ist etwas schlicht, aber ich denke, man kann alles Wichtige darauf erkennen.

Weizentortillas
8 Stück

125 g Weizenmehl
125 g Hartweizenmehl
1 gestrichener TL Salz
150 ml Wasser
30 g weiches Kokusfett oder Butter

werden zu einem geschmeidigen, elastischen, glatten Teig verknetet (ungefähr 10 bis 15 Minuten), zu einer Kugel geformt, in Klarsichtfolie eingeschlagen und zwei bis zwölf Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Dann den Teig in 8 Stücke teilen und zu kleinen Kugeln formen. Abdecken und 30 bis 60 Minuten bei Zimmertemperatur rasten lassen. Eine Eisenpfanne oder Tajinepfanne ohne Fett erhitzen.

Die Kugeln mit dem Nudelholz austreiben und dann ganz dünn auseinanderziehen. Dazu nimmt man die Fladen am Rand und dreht sie wie ein Rad und zieht sie über den Handrücken, bis ein rundes, sehr dünnes Teigrad von ungefähr 20 Zentimeter Durchmesser entsteht.

Der Fladen wird in der Pfanne von beiden Seiten geröstet und dann warm gestellt. Dabei unbedingt abdecken, damit die Tortilla nicht austrocknet.

Chimichurri
Argentinische Kräutersoße

4 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
1 bis 2 Peperoncini
1 TL Paprikapulver
2 TL Oreganoblätter, fein gehackt
1 große Handvoll Petersilienblätter, fein gehackt
ca. 100 ml Olivenöl
1 EL Zitronensaft
Salz

Diese Zutaten werden in ein Schraubglas gefüllt und ordentlich geschüttelt. Dann darf das Chimichurri noch drei bis vier Stunden im Kühlschrank ruhen. Die Kräutersoße passt wunderbar zu Gemüse, Folien- oder Pellkartoffeln, geröstetem Weißbrot und Salat. Auch zu gegrillten Lammkotletts oder einer Tagliata vom Rind schmeckt sie.


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