Nachtmahl!

Wer und was bleibt am Ende des Tages zu unserem Nachtmahl?

Monat: Januar, 2015

Milchreis

by schatten.licht.toene

Schneerutsche

Endlich hat es der Schnee auch runter in das Eisacktal geschafft, den ganzen Nachmittag sind die Kinder im Kapuzinergarten den Hang hinabgerutscht, haben Schneemänner gebaut, haben gelacht und geschrien.

Was gibt es da zum Abendessen? Milchreis.

Milchreis für vier

  • 1 EL Butter
  • fein geriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • 1/2 Zimtstange

in einem Topf, der leicht 2,5 bis 3 Liter fasst, zergehen lassen.

  • 750 ml Milch
  • 250 ml Wasser

aufgießen und aufkochen lassen.

  • 250 g Milchreis oder Rundkornreis (Carnaroli oder Arborio)
  • 4 EL Zucker
  • 1 gestrichener TL Salz

dazugeben und nochmal unter Rühren aufkochen lassen und den Topf mit einem Deckel verschließen. Dann die Temperatur reduzieren; es braucht jetzt nur noch ganz wenig Hitze. Nun den Milchreis eine dreiviertel Stunde auf dem Herd stehen lassen. Nach zwanzig Minuten kann einmal umgerührt werden. Zum Schluss den Milchreis eventuell mit etwas Milch aufrühren und mit Preiselbeermarmelade oder Zimt und Zucker verspeisen.

Milchreis

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Waffeln backen

by schatten.licht.toene

Ein Waffeleisen zum Waffeln backen hat sich Doro schon zu Weihnachten gewünscht. Gestern haben wir uns eins besorgt und heute haben wir zum Frühstück Waffeln gebacken. Die Kinder waren schwer begeistert.

Jogurtwaffeln
für ungefähr 10 Waffeln, also 50 Waffelherzen

  • 130 g Butter, weich
  • 80 g Zucker
  • 1/4 Tl Salz
  • 1 Msp Vanille

mit dem Mixer schaumig rühren.

  • 5 handwarme Eier

nacheinander einrühren; nach jedem Ei soll der Teig wieder möglichst glatt werden.

  • 280 g Mehl
  • 1 gehäufter Tl Backpulver

sieben

  • 150 ml Jogurt
  • 50 ml Milch

verrühren. Jogurt-Milch-Mischung und Mehl abwechselnd löffelweise unter den Teig rühren.
Das Waffeleisen vorheizen und ungefähr vier Esslöffel Teig darin verteilen. Eisen schließen, die Waffel schön braun backen und noch warm mit Preiselbeerkonfitüre und Staubzucker verspeisen. Oder nebeneinander auf einem Gitter auskühlen lassen.

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            Das Waffeleisen hat übrigens einen Durchmesser von 20 cm.

Tajine: Blumenkohl polnische Art und Pellkartoffeln

by schatten.licht.toene

Was nur haben die Polen mit meiner Tajine zu tun?

Eigentlich nichts, außer dass es eine Zubereitungsart für ein völlig tajineuntypisches Gericht gibt, die nach dem slawischen Völkchen zwischen Oder und Bug benannt wurde: Blumenkohl auf polnische Art. Und weil der Blumenkohl nicht gern allein auf dem Tisch steht, leisten ihm Pellkartoffeln und Quark gern Gesellschaft.

Zwei Tajine werden gewässert, eine davon soll so groß sein, dass der ganze Blumenkohl leicht hineinpasst.

In eine Tajine kommen die gewaschenen Kartoffeln, am besten kleine, schön aufgestapelt; die Kartoffeln dürfen die Deckelwand später nicht berühren. Dann kommt Wasser bis einen Fingerbreit unter dem Pfannenrand und ein Lorbeerblatt hinein. Den Deckel obendrauf, die Dampfsperre mit kaltem Wasser befüllen und auf dem Herd langsam erhitzen.

Die Kartoffeln brauchen nun gut eine Viertelstunde bis sie kochen, und dann noch weitere 30 bis 40 Minuten, bis sie gar sind.

In der Zwischenzeit setzen wir die zweite Tajine auf, erhitzen sie und dünsten fein geschnittene Zwiebel in etwas Butter an. Dann kommt eine Tasse Wasser dazu. Der Blumenkohl wird von seinen Blättern befreit, der überstehende Strunk abgeschnitten, der ganze Kopf leicht gesalzen und aufrecht in die Tajine gestellt. Deckel drauf, Dampfsperre mit Wasser schließen. Nach 30 Minuten dürfte der Kohl gar sein; wenn man mit einem Messer hineinsticht, sollte der Karfiol kaum Widerstand leisten.

Für den Quark braucht es Magerquark, Salz und Pfeffer, bissel gehackten Knoblauch, etwas Olivenöl und Milch für die cremige Konsistenz. Wird alles verrührt, nach Bedarf gesalzen und mit der Milch geschmeidig gemacht.

Wenn der Blumenkohl gar ist, wird ein halbes Stück Butter, zirka 125 bis 150 Gramm, zerlassen und gebräunt. Dann kommt Paniermehl dazu, bis eine dickflüssige Sauce entsteht, die noch ein bissel abgeröstet wird. Diese wird dann über den Blumenkohl gegeben.

Kartoffeln tajine

Schwarze Oliventapenade

by schatten.licht.toene

Eine Kleinigkeit für den nächsten Filmabend, was ganz schnell geht und hervorragend zum Fladenbrot oder den Grissini passt: Tapenade, eine schwarze Olivenpaste. Es müssen ja nicht immer Chips sein…

  • 400 g schwarze Oliven, ohne Kern
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Sardellenfilets
  • 15 Kapern
  • 200 ml Olivenöl
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Das wird alles mit dem Pürierstab fein püriert, eventuell kann man noch etwas Pfeffer dazu geben; Salz braucht es keines, da die Oliven und die Sardellenfilets schon salzig genug sind.

Übrigens: schaut euch beim Einkauf die Inhaltsstoffliste bei den schwarzen Oliven genau an; oft werden schwarze Oliven grün geerntet und dann mit Eisenoxid schwarz gefärbt. Eisenoxid hat die Lebensmittelzusatzstoffkennziffer E172; die findet man auch oft bei rot oder schwarz gefärbten Käserinden. Ist das Eisenoxid dabei, ist es fast gescheiter, grüne Oliven zu kaufen.

Bedenklich für die Gesundheit ist Eisenoxid zwar nicht, aber wenn ich schwarze Oliven haben möchte, dann bitte Oliven, die am Baum schwarz geworden sind und nicht in einer Brühe, die quasi aus Rost besteht.

Schwarze Oliven

Fotobox

by schatten.licht.toene

Manchmal ist die Lösung eines Problems so einfach und so nah und so günstig – gestern Nacht habe ich endlich eine Lösung für die schlechte Beleuchtung in der Küche gefunden; seit Monaten poste ich kaum noch Rezepte, weil ich so selten annehmbare Fotos machen konnte, da in meiner Küche das Licht nicht reicht. Gestern habe ich dann mal kurz gegooglt und fertig war meine Fotobox … Ich habe eine meiner Figurentheaterbühnen zur Fotobox aufgerüstet; links und rechts hinter den Seidenpapierschirmen sind Halogenscheinwerfer, die sind noch vom Theater vorinstalliert gewesen, was die Sache sehr vereinfacht hat. Das Seidenpapier in den Kartonrahmen vor den Lichtquellen verhindert zu starke Schatten und verteilt das Licht gut.

Außerdem hilfreich: die Tipps zum Einstellen des Fotoapparates.

Besonders der individuelle Weißabgleich hat mir ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

FotoboxVitae1501153317

Masala chai; 茶 trinken.

by schatten.licht.toene

Irgendwer ist immer schuld.

Diesmal sind die Niederländer schuld.

Die haben den Tee aus China mitgebracht, auf dem Seeweg und aus einer südostchinesischen Provinz, und von dort nahmen die Seefahrer auch den Namen mit heim: Tè. Seitdem heißt der Tee im Abendland Tee.

Der größte Teil des Morgenlandes bekam den Tee über den Landweg, über die Seidenstraße, aus dem Norden Chinas, der zum Tee nicht Tee sagt, sondern Chà; so hat sich entlang der Seidenstraße über Persien, Indien, im osmanischen Reich und bis nach Russland der Ausdruck Chai durchgesetzt.

Wobei das gesprochene Wort, ob nun Tè oder Chà, in der chinesischen Schrift ganz gleich aussieht: 茶

Masala Chai
1 Liter

  • 600 ml Wasser
  • 400 ml Milch
  • 4 zerstoßene grüne Kardamomkapseln
  • 4 Nelken
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 1/2 TL Anis
  • 1 TL Fenchel
  • 1 Stück frisch geriebener Ingwer

zusammen aufkochen, dann 1 Minute leicht köcheln lassen.

  • 2 EL Schwarztee

zugeben, noch einmal kurz aufkochen und abgedeckt 15 Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen.

Durch ein Sieb in eine vorgewärmte Teekanne abseihen und mit Honig oder Zucker süßen. Im Winter macht dieser Tee wunderbar warm und durch den starken Schwarztee auch munter.

Das Masala vom Masala Chai bezeichnet übrigens die Gewürzmischung: Das Hindi-Wort मसाला, ausgesprochen masala, bedeutet ins Deutsche übersetzt Mischung.

Masala für Chai

Steinsuppe am Indianertipi; 2. Sillianer Erzählzirkel

by schatten.licht.toene

Tipi 03-01-15Im Januar ist es kalt.

Darum ist es gescheit, ein Feuer anzuzünden, um darauf eine Suppe zu kochen.

Das Feuer wärmt von außen, die Suppe von innen.

Steinsuppe. Jeder darf einen Stein suchen in Wald und Wiese. Und in den Topf hineintun. 7 Kinder, 3 Erwachsene, das gibt 10 Steine. Die werden in bestem Bachwasser durchgekocht. Wer hat, darf auch noch Anderes hineintun: Gemüse oder so.

Der Abend, dunkel, lockt die Geschichten und deren Zuhörer in das Tipi, Gewürztee macht die Runde, der Vollmond schaut durch den Rauchfang, lauscht …

… und spät in der Nacht gibt es nichts Schöneres mehr, als diesen Tag und ein warmes Bett.

Chianti Classico 2007 San Felice

by dorolys

Meine Familie ist durstig.

Also kam ich heute gleich wieder in den Genuss einer Kurzreise, die mich diesmal nicht über die Landesgrenzen hinaus, sondern lediglich südwärts in die Toskana führte.

Ich sah: wunderschöne Landschaftsbilder.

Ich sah aber auch den meiner Ansicht nach unpassenden Internetauftritt der Agricola San Felice.
Ein Beerdigungsinstitut? Nein, Wein hat doch mit Lebensfreude und Farbe, Duft, Geschmack zu tun. Und die sind ganz in Schwarz. Ausgerechnet. Das viele Kleingedruckte, weiß auf schwarz, machte es mir schwierig, mich zurechtzufinden.

Außerdem habe ich leider keine Beschreibung meines Weines gefunden, da der älteste beschilderte Jahrgang 2009 ist. Schade.
Nun weiß ich nur, dass Sangiovese die Devise ist, denn mein Wein besteht zu 100 Prozent daraus.
Nichtsdestotrotz wollte der Durst meiner Lieben gestillt werden.

Im Glas auch hier, wie gestern im Rioja, ein dunkles Granatrot, jedoch nicht so intensiv und eine Spur transparenter (Zeitung lesen geht jedoch noch immer nicht).

In der Nase ist es ein typischer Chianti. Ich vermute, dass diese Typizität das vielberedete Terroir sein wird, denn ich kann nicht in Worte fassen, wie ich dies erschnüffle. Außerdem dunkle Beeren und sehr betonte Reifenoten wie Rauch, Schoki, Tabak. Fein duftet es und lässt die Vorfreude auf den ersten Schluck wachsen.

Trocken (die Oma muss mehrmals schlucken und sich räuspern) und warm (12,5% vol.) ist er auch heute. Doch ist er nur ein Mittelschwergewicht, nicht so vollmundig wie der gestrige Rioja. Der Mund wird trocken und rau, doch ist der Chianti ausgeglichen und harmonisch.
Was ihm besonders im Vergleich zu gestern total fehlt, ist ein schöner Abgang. Schlucke ich den Chianti, ist er auch schon Vergangenheit, und es bleibt nur die Trockenheit der Maremma im Mund zurück.

Sachertorte; die Beste zwischen Wien und Rom!

by schatten.licht.toene

Während sich die Sachertortenspezialisten darum streiten, ob die Torte mit einer oder zwei Schichten Konfitüre versehen wird, ob die Tortenböden getrennt gebacken werden oder einer geteilt wird, ob die Konfitüre obendrauf oder in die Mitte hineinkommt, während sich die Profis im Haarespalten üben, backe ich die gefühlt und geschmeckt beste Sachertorte zwischen Wien und Rom.

Sacher III

Sachertorte

Tortenböden:

  • 200 g dunkle Kuvertüre, geschmolzen
  • 8 Eigelb
  • 125 g sehr weiche Butter

vermengen

  • 10 Eiweiß
  • 140 g Zucker

cremig-fest schlagen und unter die Schokomasse heben.

  • 125 g Mehl, gesiebt
  • 1 TL Backpulver

ebenfalls unterheben. Die Masse in eine gefettete Springform (28 cm) füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C zirka 35 bis 40 Minuten backen.

Den Tortenboden auskühlen lassen und in zwei gleiche Böden teilen. Den Unteren wie ein Marmeladenbrot mit Aprikosenmarmelade bestreichen, den Oberen wieder daraufsetzen und auf einem Gitter kaltstellen.

Schokoladenglasur:

  • 125 g dunkle Kuvertüre
  • 250 g Sahne
  • 180 g Zucker

unter Rühren vorsichtig aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen.

  • 1 Ei

schaumig mixen und 3 EL von der gekochten Schokomasse unterrühren. Alles in den Topf zurückgeben und unter Rühren weitere vier Minuten köcheln lassen.

Die Torte mit der Schokoglasur gleichmäßig übergießen, eventuell den Rand etwas abstreichen. Die Sachertorte vor dem Servieren eine Stunde kaltstellen.

Grissini

by schatten.licht.toene

Vitae2101138264Das perfekte Grissino steht noch aus. Aber langsam nähere ich mich meinen Vorstellungen von diesem italienischen Kleingebäck an.

  • 85 g Olivenöl
  • 70 g Schweineschmalz
  • 220 ml Milch

auf knapp 30°C erwärmen.

  • 12 g Hefe
  • 1 gestrichener TL Zucker

dazu und beides darin auflösen.

  • 500 g Mehl
  • 1 TL Thymian
  • 2 MSP Paprikapulver
  • 1 1/2 TL Salz

mit allen anderen Zutaten rund 10 Minuten kneten, dann 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Den Teig einmal ausziehen und wieder zusammenfalten; 2 Stunden bei 25°C gehen lassen.

Nun den Teig lang austreiben, bis er rund 10 Zentimeter breit und 5 Millimeter hoch ist. 5 Millimeter breite Streifen abstechen, diese lang und dünn ausziehen und auf ein Backblech legen. Bei 25°C noch eine halbe Stunde gehen lassen. Bei 210°C goldbraun backen.

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Wer und was bleibt am Ende des Tages zu unserem Nachtmahl?

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