Nachtmahl!

Wer und was bleibt am Ende des Tages zu unserem Nachtmahl?

Kategorie: Buchbesprechung

Zwetschgenkuchen vom Blech

by schatten.licht.toene

Im Eisacktal hat schon vor gut zwei Wochen die Zwetschgenzeit begonnen. Auf dem Bauernmarkt kaufen wir Zwetschgen vom Ritten bei dem Gemüsehändler aus dem Eisacktal. Wenn die Kinder uns ein paar Zwetschgen übriglassen, backen wir Zwetschgenkuchen.

Zwei verschiedene Böden habe ich ausprobiert, beide aus dem Buch „So backt Südtirol“: einen Hefeteig und einen Mürbeteig. Der Belag dafür bleibt bei beiden Rezepten gleich, für den Hefeteig hatte die Oma sich einen Eierguss gewünscht, der sehr gut zum Zwetschgendatschi passt.

Belag für Zwetschgenkuchen

1 1/2 kg Zwetschgen

entkernen (wer kann, lässt das den Opa machen) und mit

4 EL Zucker
1 EL Zimt

vermischen und mindestens 10 Minuten ziehen lassen.

Hefeteig für Zwetschgenkuchen

460 g Mehl

in eine Knetschüssel geben.

150 ml Milch
20 g frische Hefe
1 TL Zucker

verrühren und 20 Minuten warmstellen.
In das Mehl eine Vertiefung drücken und das Milch-Hefe-Gemisch hineingeben.

50 g weiche Butter
80 g Zucker
2 Eier
1 Eigelb
fein geriebene Zitronenschale von einer Zitrone

zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten (ca. 6 Minuten in der Maschine),
abdecken und 40 Minuten bei 25 °C gehen lassen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig auf Blechgröße ausrollen und auf das vorbereitete Backblech geben; einen Rand rundherum hochdrücken. Mit den Zwetschgen dicht belegen und nochmal 20 Minuten gehen lassen.

Eierguss

200 g saure Sahne
3 Eier
70 g Zucker
1 EL Speisestärke

glattrühren und über den Zwetschgen verteilen. Den Kuchen bei 180 °C Ober-Unter-Hitze auf mittlerer Schiene ohne Umluft 40 Minuten backen.

Weicher Mürbeteig für Zwetschgenkuchen

280 g weiche Butter
320 g Zucker
Zitronenschale von 1 Zitrone
1 Päckchen Vanillezucker

schaumig rühren und

2 Eier

einzeln unterziehen.

4 EL saure Sahne
420 g Mehl
1 Päckchen gesiebtes Backpulver
1/2 TL Salz

mit der Buttermasse verkneten und gut 30 Minuten ruhen lassen. Dann auf einem gefetteten und bemehlten Backblech mit einer Streichkarte gleichmäßig verstreichen. Dicht mit den vorbereiteten Zwetschgen belegen. Bei 180 °C Ober-Unter-Hitze ohne Umluft 40 Minuten backen. Nach dem Backen mit heißer Marillenmarmelade bestreichen und mit gerösteten Mandelblättchen bestreuen.

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Gemüse & Gemüse von Delphine de Montalier

by schatten.licht.toene

Mein Beitrag zu
Jeden Tag ein Buch
initiiert von Arthurs Tochter

Endlos reihen sich die Bücher, Klassiker und Neuerscheinungen, in den Food- und Beverageabteilungen der Buchhandelsketten; bunt oder grau, dick oder dünn, quadratisch, rechteckig, sogar dreieckig und rund hab ich die Kochbücher schon gesehen … Hunderte gibt es in jedem größeren Buchladen. Dort streife ich durch die kulinarischen Sphären des aktuellen Buchmarktes und suche nach neuen Offenbarungen.

Nur – ich tue mich schwer, neue, überzeugende Kochbücher für mein heimisches Food- und Beverageabteil im Bücherregal zu finden.

Ein Buch aber hab ich bei meinen Streifzügen durch die Kochecken der Läden gefunden, das mich sofort begeistert hat und seitdem nicht mehr loslässt:

Gemüse & Gemüse
120 saisonale Rezepte
von Delphine de Montalier,
mit Fotos von Charlotte Lascève
Christian Verlag

Als Erstes fiel auf …

Die unaufgeregten Fotographien von Charlotte Lascève stehen wie Kunstwerke, Stillleben im Zentrum des Bildes, gedeckte Farben und die einfache Art, die Speisen anzurichten, geben dem Buch einen ganz eigenen Charme, der sich, ganz wie in den Fotographien, in Delphines Rezepten zeigt.

Als Zweites fiel auf …

Großartig an ihren Rezepten ist die Einfachheit, mit der sie wenige Zutaten, ohne Fonds, ohne viele Gewürze und ohne große Mengen Kräuter, zusammenstellt und daraus Speisen richtet, die die Mitte der Zutaten nie verlassen, immer nah am Geschmack der jeweiligen Saison bleiben, die das Gemüse, die Frucht im Zentrum behalten. Selten taucht hier oder dort einmal Fleisch auf, und wenn doch, dann immer gerahmt und begleitet vom Gemüse.

Das Buch scheut sich auch nicht, dem Koch das seltene Gut der Zeit mit auf dem Weg zu geben; Delphine kocht ohne Bedenken ihr Ratatouille 4 Stunden lang auf kleiner Flamme, schmort ihre Möhrchen butterweiche 40 Minuten und das Rind 4 Stunden im leise lächelnden Wasser … Zeit für den Koch, seinen Tag mit Kochen zu verbringen und zugleich in aller Seelenruhe auf dem Balkon bei einem guten Glas Weißwein ein gutes Buch zu lesen.

Die Rezepte beginnen bei Gemüsesäften, zeigen Suppen und Pürees, Salate, gebratenes Gemüse, knackiges und geschmortes Gemüse, Saucen und Eingemachtes.
Am Schluss des Buches findet sich ein Abschnitt, in dem Delphine einige Gemüsesorten aufzählt und erklärt, Tipps gibt und die grundlegenden Vorbereitungen für jedes Gemüse erläutert.

Am Ende war klar …
Für mich, der ich immer mit vielen Zutaten, Gewürzen und Aromagebern gekocht habe, war das Buch eine kleine Offenbarung: eine Zucchinicremesuppe, die nur aus Zucchini, etwas Wasser, Frischkäse, Salz und Pfeffer besteht, war für mich absolutes Neuland; inzwischen habe ich mir dieses Land erobert und suche selbst immer mehr nach den Ideen, den Aromen, die jedem Gemüse innewohnen …

Rezepte, die ich aus dem Buch, mit kleinen Variationen der Originalrezepte, nachgekocht und verbloggt habe, sind:

Zwiebelkonfitüre
Ratatouille
gebackene Tomaten

Gemüse&Gemüse

Maerju's Blog

Just another WordPress.com site

jetztmalehrlichblog

Nie war mehr ehrlich als jetzt.

Klausens (ZUSÄTZLICHES DASEINS-WEBLOG)

Die Künstlerschaft von Klausens = Klau|s|ens ist solch ein Thema, dass es schon wieder keines ist

vergissmeinnichtblog

FigurenTheaterGeschichten Vergiss mein nicht

Südwind Aktivistinnen und Aktivisten

Wir mobilisieren für globale Gerechtigkeit

Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

Masha Potempa

MusikPoesie - Chanson - Liedermacher - Poetry Slam

NO-PROJECT

Cambras Blog – Schamanisches in Kunst und Alltag

maryjaneinsane

Summer Falls When Winter Springs

Sophieleben

"Ich hätte einen kürzeren Brief geschrieben, aber dazu hatte ich keine Zeit."

Nieselpriem

Abenteuer rund um Aufzucht und Pflege der Jungen

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StadtLandfrau

Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt. Aber vielen bleibt es erspart. (Goethe)