Nachtmahl!

Wer und was bleibt am Ende des Tages zu unserem Nachtmahl?

Monat: Juni, 2015

Fundstück: Cracker

by schatten.licht.toene

29-06-15 CrackerDie Kinder sind ausgeflogen, mit ihren Großeltern in die Ferne gereist.

Ohne Kinder ist alles anders.

Keiner weckt uns.

Alle Scheren und Klebstoffe liegen auf meinem Schreibtisch.

Niemand streckt uns die Zunge raus.

Die Sofakissen liegen auf dem Sofa.

Auf dem Sofa hat keiner mit Kugelschreiber gemalt.

Kein Müsli liegt auf dem Boden unterm Esstisch.

Alles ist Sauber.

Ordentlich.

Still.

Trocken.

Leer.

Vor allem der Kühlschrank ist leer. Weil kein Kind da ist, das Hunger hat. Ohne hungrige Kinder gibt es keinen Grund, Nahrungsmittel einzukaufen.

Oder etwa doch?

Nö. Cracker, Kaminwurzen und Milch werden uns wohl noch ein paar Tage über Wasser halten. Während unser kulinarischer Input sinkt, wird unser künstlerischer Output steigen. Der Künstler muss darben, das ist eine altbekannte Weisheit, und Cracker sind das richtige Fundament für den Nonsens, der sich unvermeidlicherweise auf diesem Blog sammeln wird.

Also habe ich gestern Nacht begonnen und, ihr habt es schon gesehen, dieses wundervolle Video zusammengeschnitten, dessen Einzelteile noch von den letztjährigen Gehversuchen meiner Gefährtin als YoutubeWeinbloggerin stammen. Nach den ersten, intensiven Drehtagen und vielen, vielen „Grüß Gott!“-Einleitungen haben wir das Projekt etwas ruhen, will ich sagen: reifen lassen. Und beginnen dieser Tage frischen Mutes von neuem. Und irgendwann wird das dann mal SO oder SO aussehen. Oder so ähnlich.

Den Esel haben wir übrigens kaum noch gebraucht, das heißt, gar nicht mehr, seid die Kinder im Urlaub sind.

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Fundstück! Verkostungsschnitte

by schatten.licht.toene

Südtiroler Sauvignon.

Ein Videoverschnitt.

Fundstück! Wartezeiten.

by schatten.licht.toene

26-06-15 BruneckFrüher gab es viele Wartezeiten. Immer saß ich irgendwo und wartete:

In der Schule wartete ich das Ende des Schultages ab. Dann begann ich mit der Zeit damit und wartete auf das Ende des Schuljahres und schon bald wartete ich auf das Ende der Schulzeit. Die ich zum guten Schluss noch um ein Jahr verlängerte, weil das Warten so schön war.

Viele Tage wartete ich auf den rechten Moment.

Der kam aber selten und war ein eher unzuverlässiger Gast in meinem Leben.

Ich wartete in Ämtern, bei Ärzten und in Autos, wartete auf meine Eltern, welche sicher oft auch auf mich gewartet haben, wartete auf Freunde, die ebenfalls oft nicht kamen. Ich wartete auf die große Liebe; die kam. Später wartete ich an Bahnhöfen auf den Zug, der mich fortbringen sollte, oder Andere zu mir, wartete auf den Bus. Wartete in Cafès darauf, das wunderbare Sommertage nie zu Ende gehen, saß wartend auf Mauern und vor Tresen. In der Kneipe wartete ich und lernte, dass das Leben flott an mir vorrüberzieht, wenn ich in der Kneipe hocke und warte.

Im großen und ganzen fand ich Wartezeiten immer sehr produktiv und beruhigend. Wartezeiten lassen im leeren Raum der Untätigkeit die dümmsten und die genialsten Ideen entstehen. Die Kunst ist, den Wartezeiten Zeiten folgen zu lassen, in denen die dummen wie auch die genialen Ideen und Gedanken in den großen Garten der Realität gesetzt werden, damit sie dort wachsen und gedeihen können.

Fundstück: Aschenbrödels Schuh

by schatten.licht.toene

22-06-15 Aschenputtels SchuhMeine Gefährtin hat den Schuh gefunden, nächtens um halb Eins kam sie mit ihm heim. Der Schuh kann sprechen.

Aber Aschenbrödels Schuh kann es nicht sein, den hat das Aschenbrödel damals wieder zurück bekommen.

Auf einer höchst merkwürdigen WordPressseite las ich dazu dieses interessante Interview mit Shaban und Käpt’n Peng. Wer aufmerksam liest, wird herausfinden, was es mit diesem Schuh auf sich hat.

Beharrlichkeit

by schatten.licht.toene

Marlene sagt, er sucht sicher a Weibele. Ich sage, wenn er jetzt noch keine hat, dann wird das nimmer nie mehr was dies Jahr… aber ja, Beharrlichkeit führt letztlich ans Ziel und die Hoffnung stirbt zuletzt:

 

Die Salige der Lüsner Alm

by schatten.licht.toene

Kurz hat die Sonne sich am Sonntagmorgen über dem Parkplatz bei den Schwaiger Böden blicken lassen, danach quollen die Wolken mehr und mehr auf, bedeckten bald die letzten blauen Flecken am Himmel und begleiteten leis brodelnd und unheimlich grummelnd Heike Vigils mündliche Erzählung von der Saligen der Lüsner Alm

Doch die Salige von Lüsen hat ihre Hände schützend über unsere kleine Wandergruppe gehalten, hat uns sicher und behütet vor Sturm und Gewitter in die Kreuzwiesenhütte einkehren lassen.

Die Märchenwanderung zu den Wirkstätten der Saligen von Lüsen war ein eindrucksvolles Erlebnis, und der leicht gewittrige Himmel schuf dazu eine wundersame, sagenhafte Atmosphäre.

14-06-15 Heike Querflöte
Die Märchenwanderung führte die Erzählerin Heike Vigl.
Die Sagen der Saligen der Lüsner Alm wurden von Kathrin Gschleier 
gesammelt und aufgeschrieben.

Fundstück! ES.EL.

by schatten.licht.toene

ES.

Vor einiger Zeit haben wir ES auf dem Flohmarkt erstanden. Das heißt, Caro hat ES geschenkt bekommen. Nun gehört ES uns, den Eltern, und ES findet an die zwanzigtausendmal am Tag seinen Einsatz in der familiären Kommunikation. Zum Beispiel, um nur einige Situationen zu nennen, am Essenstisch, beim Süßigkeiten essen, beim Eis essen, beim Trinken, beim Toilettengang, beim Spaziergang, beim Spielen, beim Autofahren… ehrlich, wir können uns unsere Familie ohne dieses Ding kaum noch vorstellen. Wie hatten wir nur ohne ES miteinander leben können?

by schatten.licht.toene

Genial ist der Lego-Film vom Fischer und seiner Frau:

Und die Baba-Jaga-Version in der Sendung mit der Maus:

Ein Wust aus Möglichkeiten

by schatten.licht.toene

13-06-15 Kreativer ProzessEs gibt immer wieder Situationen, Bücher, Texte, Filme und Menschen, die meine Kreativität neu anregen, die mich zum Neubeginn motivieren. Pläne und Ideen habe ich viele, auf meiner Ablage stapeln sich Brainstormings, Schmierzettel, Pläne, Bücher, Mindmaps und provisorisch Theater. Ein Wust aus Möglichkeiten, die auf ihre Umsetzung warten.

Gestern habe ich einen interessanten Beitrag gelesen, der mich zum Nachdenken angeregt hat: KrachBumm schreibt in ihrem Blog über ihre (nicht so geheimen) Leben.

ZettelwustDen Terminkalender habe ich schon länger, eine TO-DO-Liste wird es als nächstes brauchen, ebenso wie einen neuen Lebenszielplan.

Der nächste Schritt? Den Alltag herunter fahren und den kreativen Prozess neu starten.

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