Nachtmahl!

Wer und was bleibt am Ende des Tages zu unserem Nachtmahl?

Monat: Juli, 2014

Fladenbrot

by schatten.licht.toene

Früher, als wir noch in Deutschland lebten, sind wir oft zum Griechen auf dem Hamelner Wochenmarkt gegangen und haben uns für den Nachmittag im sommerlichen Garten mit Oliven, gefüllten Tomaten, Paprika, eingelegten Chili, Taramas und Zaziki eingedeckt. Und zum Schluss gab es immer ein oder zwei große Fladenbrote dazu, mit Sesam oder Schwarzkümmel bestreut.

Hier, in Südtirol, hab ich noch keinen Griechen gefunden, der mir ein solches Fladenbrot verkaufen könnte. Der Geschmack, der Duft dieses Brotes aber ist untrennbar verbunden mit Zaziki, Aioli, eingelegten Oliven und Artischocken, sodass ich einige Zeit damit verbrachte, eine geeignete Rezeptur für ein eigenes Fladenbrot zu finden.

400 g Weizenmehl
25 g Weizenschrot
250 ml Wasser
100 ml Olivenöl
1 TL Salz
6 g Hefe

10 Minuten verkneten und dann für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen; nach 12 Stunden den Teig einmal falten.

Dann den Teig auf ein bemehltes Blech geben und 2 Stunden bei 25 °C gehen lassen.

Nun vorsichtig einen großen Fladen von ungefähr 2 cm Teighöhe formen, mit einem bemehlten Kochlöffelstil mehrmals einstechen, mit Wasser bepinseln und mit Schwarzkümmel oder Sesam bestreuen.

Den Ofen auf 220 °C vorheizen, und wenn dieser die Temperatur erreicht hat, das Fladenbrot einschieben. 20 bis 30 Minuten backen.

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Aioli

by schatten.licht.toene

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

Heike von Au hat auf Zorras Blog ein Tunkenevent gestartet. Hat vielleicht schon der eine oder andere von euch gehört/gelesen. Auf Heikes Blog bin ich erst vorgestern gestoßen, zufällig, über Arthurs Tochter, die das Bratkartoffelevent von Heike verlinkt hatte. Ein ChristopherRobinBratkartoffelerweckungserlebnis hatte ich schon gehabt und es mir deshalb nicht nehmen lassen, dieses ChrRBKEE Heikes Sammlung hinzuzufügen.

Und jetzt das Tunkenevent. Da hat es letztens erst bei mir daheim, glücklicher Umstand sei gepriesen, Piadina gegeben. Und zu unserer Piadina gibt es diverse Tunken. Und Krautsalat, Grillgemüse, gebeizten Lachs, gekochte Artischocken, Rohschinken, Büffelmozzarella, Kräuterfrischkäse etc …

Aioli.

Ja. Kennt jeder. Ich auch. Aber zu den oben genannten Artischocken gibt es keine Alternative. Höchstens Varianten und damit mein Rezept nicht gar zu alltäglich ist, poste ich euch meine Variante vom letzten Freitag.

5 Zehen Knoblauch
etwas grobes Salz
ein paar weiße Pfefferkörner
1/2 Sardellenfilet

im Mörser zerreiben.

2 Eigelb

unterrühren. Dann unter ständigem Kreisen des Stößels

75 ml Olivenöl
75 ml kaltgepresstes Sesamöl

im hauchdünnen Strahl einrühren. Das braucht ein bissl Geduld, aber zum Schluss hat man eine feine, knoblauchlastige Majonnaise mit leichten Nussaromen vom Sesamöl. Diese wird nun noch mit Zitronensaft abgeschmeckt, ein bis zwei Teelöffel dürfen’s schon sein.

Die Aioli war übrigens auch zum Lachs echt lecker.

Zaziki

by schatten.licht.toene

Zaziki ist ein unbedingter Begleiter unserer Sommeressen; unverzichtbar für das Fladenbrot.

1/2 kleine Salatgurke

schälen und in grobe Streifen reiben.

1/2 TL Salz

unterrühren und ein wenig ziehen lassen. Dann das Wasser durch ein Sieb aus den Gurkenstreifen drücken.

250 g Naturjoghurt, ungesüßt!
2 Zehen Knoblauch, fein gehackt oder gepresst
1 EL Olivenöl
2 Blatt marokkanische Teeminze
oder
1/2 TL Dill

verrühren und die vorbereitete Gurke hinzufügen.

Den Zaziki mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken.

Klausener Nachlese

by schatten.licht.toene

20-07-14 Klausner Nachlese

Klausener Nachlese.

Eigentlich ist Ephraims Tochter daran schuld. War es doch ihre Idee: Sachen suchen.

In Klausen gibt es jede Woche was zu feiern, egal ob Gaudifest, Misswahl, lange Donnerstage mit nächtlicher Shoppingmeile, Konzerte oder das Gassltörggelen im Herbst, es kommen Leute, jede Menge. Und feiern bis spät in die Nacht.

Der Morgen danach ist unser Fest und den Kindern ihr liebstes Spiel. Noch bevor der erste Stadtarbeiter seinen Kehraus beginnt, spazieren wir durch die Altstadt und den Kapuziner Garten und suchen Sachen. Was es da alles zu finden gibt? Vieles:

verbogene Kronkorken, leere Bierflaschen, zertretene Dosen, gesprungene Plastikbecher und halbvolle Biergläser, Haargummis, bunte Scherben, Schlüsselanhänger, Kleinmädchenhaarkluppen, Kaugummiautomatenschmuck, auf Papiertüten geschriebene Telefonnummern, zerstörte Regenschirme, kaputte Handys, Stifte, Sicherheitsnadeln in alles Größen, Gitarrenplektren, hier und da mal Zehncentstücke oder einen Euro, Weggeworfenes und Verlorenes, Zeug und Kram, Trauriges und Lustiges, Müll und Nutz…

20-07.2014 Klausner

Graffito an der Klausener Grundschule

Brixen im Sommer

by schatten.licht.toene

18-07-14 Brixen Adler

Seit gut und gerne zehn Jahren durchstreife ich schon Südtirol.

Manchmal treibt mich die Arbeitsuche durchs Land, die hat mich schon nach Bruneck, Terenten, Ehrenburg im Pustertal, Brixen, Klausen, Völs am Schlern, Villanders im Eisacktal, Compatsch auf der Seiser Alm, nach Meran, Schenna, Naturns im Vinschgau geführt, sogar in St. Ullrich war ich mal, und da hab ich sicher noch nicht alle Orte beisammen. Überall gearbeitet hab ich nicht, aber gesucht hab ich dort und meist die Suche mit dem Angenehmen verbunden:  Im Café sitzen, oder davor, und eben einen solchen zu trinken.

In einer Stadt, einem Dorf findet sich immer ein Café. In den Dörfern kann der Kaffeegenuss heikel sein, so manch ein Dorfcafé führt ein Doppelleben als Bar, was nichts bedeutet, aber das Risiko, mies gebrühten Kaffee zu erhalten, erheblich steigert. Fahrt nicht nach Waitbruck. Oder fahrt hin. Aber nicht zum Kaffee trinken.

Fahrt nach Brixen. Brixen ist eine wundervolle Caféstadt.

Im Sommer. Wenn der Himmel blau ist und die Temperaturen hoch sind. Das beste Eis Südtirols. Café. Café. Wein. Wein. Mein Lieblingsgemüseladen. Einen Jazzkeller und Bozner Bier im Hinterhof. Wein und Café und Sessel, aus denen man nie mehr aufstehen möchte. Und noch so vieles mehr …

Brixen im Sommer ist herrlich. Ein paar Stunden Urlaub, Ferien hat es immer für mich übrig.

Heidelbeer- und Buttermilcheis

by schatten.licht.toene

Wir sind am Vormittag mit dem Zug nach Bozen gefahren und von dort mit der Seilbahn auf den Ritten, nach Oberbozen. Im Walde auf dem Hochplateau, nahe Maria Himmelfahrt, fanden wir massenhaft Blaubeeren, welche die Kinder, vom verheißenen Blaubeereis angespornt, fleißig gesammelt haben. Und da ich nie nur eine Sorte Eis zubereite, gab es gestern auch noch ein Buttermilcheis; Sommer ist herrlich 🙂

Heidelbeereis

250 ml Milch
1/2 Vanilleschote, das Mark
1 TL Zuckerrübensirup
eine Prise Salz

aufkochen

2 Eigelb
100 g Zucker

schaumig rühren und mit dem Schneebesen unter die heiße, nicht mehr kochende Milch ziehen. Auf 80°C erhitzen (zur Rose abziehen)

400 g Heidelbeeren, frisch im Wald gesammelt

waschen und pürieren, zur Eismasse geben und alles kaltstellen. Wenn die Masse vollständig abgekühlt ist, werden

100 g Sahne

halbfest geschlagen und untergehoben. Nun die Eismasse in die Eismaschine füllen und gefrieren lassen.

Das Heidelbeereis ist übrigens eine Variation meines Grundrezeptes für Sahneeis.

Buttermilcheis

250 ml Milch
100 g Zucker
eine Prise Salz

aufkochen lassen.

2 Eigelb
50 g Zucker

schaumig rühren und unter die heiße, nicht mehr kochende Milch ziehen. Auf 80°C erhitzen (zur Rose abziehen) und dann

250 g Buttermilch
125 g Jogurt
125 g Sahne
1/2 Zitrone, Saft und Schale

einrühren. Im Kühlschrank vollständig erkalten lassen. In die Eismaschine füllen und gefrieren lassen.

Grundrezept Sahneeis

by schatten.licht.toene

Wir uns eine Eismaschine gekauft. Seitdem bin ich auf der Suche nach meinem ultimativen Eisrezept. Dieses hier ist eines von meinen Favouriten, das ich nach Wunsch mit den verschiedenen Aromagebern versetze.

225 ml Milch
1/2 Vanilleschote

aufkochen

2 Eigelb
45 g Zucker

schaumig rühren.

Die Vanilleschote aus der Milch fischen, auskratzen und das Mark in die Milch zurückgeben. Mit dem Eischaum verrühren und zur Rose erhitzen (80°C).

Im Kühlschrank unter gelegendlichem rühren auf ungefähr 10 bis 15°C runterkühlen.

75 ml Sahne

halbfest schlagen und unter die Milchmischung heben. In der Eismaschine gefrieren lassen.

Basilikumpesto

by schatten.licht.toene

Der Sommer bringt uns kistenweise Basilikum und Petersilie in die Küche. Pestozeit.

4 große Bunde Basilikum
1 Bund Petersilie

werden grob geschnitten und in eine hohe Schüssel gegeben.

6 dicke Knoblauchzehen
4 EL gehackte Pinienkerne oder Mandeln
4 EL Parmesan
1 gestrichener TL Salz
8 gemörserte Pfefferkörner
1 kleine, getrocknete Cayennepfefferschote
ca. 200 bis 250 ml gutes Olivenöl
1 EL Zitronensaft

werden dazugegeben und mit dem Zauberstab püriert.

Nochmal mit Salz abschmecken, in sterile Gläser abfüllen und mit einer 5 mm dicken Schicht Olivenöl bedecken. Im Kühlschrank hält sich das Pesto einige Wochen.

Und wenn ihr ein gutes Olivenöl braucht, dann schaut mal bei Franz und Simon rein; ein kleiner, aber feiner Olivenölversand :0)

Mutabbal; Auberginenmus

by schatten.licht.toene

Heute erreichte mich eine Kritik, die mir zu denken gab:

Doro M. aus K.: „Müssen wir jetzt eigentlich öfter Sachen essen, die nicht schmecken?“

Liebe Doro M. aus K.: „Ja, das müssen wir. Im Übrigen schmeckt Auberginenmus sehr gut, vor allem zu frisch in der Tajine gebackenem Fladenbrot…“

Dieses Rezept für das Mutabbal habe ich aus dem Buch „Damaskus“ von Rafik Schami und Marie Fadel, einem kulinarischen Rundgang durch die Altstadt von Damaskus …

Mutabbal; Auberginenmus

2 mittlere Auberginen

ein paarmal mit einem Spieß einstechen. Über glühender Holzkohle (oder im heißen Grill im Backofen) rund eine halbe Stunde lang rösten; hin und wieder wenden, damit sie von allen Seiten gart.

Die heißen Auberginen in kaltem Wasser abschrecken und dann das Fruchtfleisch, das nun ganz matschig ist, herauskratzen. Sollte noch Fruchtfleisch an der Außenhaut hängen bleiben, die Haut auf einem Brett mit der stumpfen Seite eines Messers abschaben. Mit einer Gabel das Fruchtfleisch zu Mus zerdrücken.

2 Knoblauchzehen

hacken und mit

Salz, Pfeffer
dem Saft von 1/2 Zitrone

vermischen und abschmecken.

1 kleines Bund Petersilie

hacken und über das Püree streuen und mit

30 ml Olivenöl

beträufeln.

Auberginenmus schmückt jeden Grillabend :0)

Fladenbrot aus der Tajine

by schatten.licht.toene

Für unsere Sommerabende auf dem Balkon brauchte es unbedingt ein Fladenbrot, das wir in der Tajine, ohne Ofen, backen konnten…

Fladenbrot aus der Tajine
6 Fladenbrote

6 g Hefe
125 g Weizenvollkornmehl
150 ml Milch
1 gestrichener TL Salz

verrühren und 24 Stunden kalt stellen. Dann 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

60 g Wasser
40 g Olivenöl
125 g Weizenmehl
25 g Roggenmehl

zugeben und 5 Minuten mit einem Kochlöffel verschlagen. Den Teig 2 bis 2,5 Stunden abgedeckt in der Sonne (oder bei ca. 25°C im Schatten) gehen lassen, dabei alle 45 Minuten rechteckig auseinanderziehen und wieder zusammenfalten.

Aus dem Teig 6 Kugeln formen und nochmals 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Derweil eine gewässerte Tajinepfanne erhitzen. Die Kugeln dünn austreiben, so das sie die Größe des Tajinebodens haben. Ohne Öl je einen Teigfladen bei mittlerer Hitze backen. Wenn er schön braun ist, nach ungefähr 4 bis 5 Minuten, wenden und auch die zweite Seite bräunen.

Das Rezept für dieses Fladenbrot hat mich einige Wochen beschäftigt, heute habe ich die perfekte Rezeptur für mein Tajinebrot gefunden :0) Wenn man statt Olivenöl Schweineschmalz nimmt, hat man die italienische Piadina, die mit Krautsalat, Büffelmozzarella, Rohschinken, Tomaten, Pesto und allem möglichen anderem belegt und verspeist wird…

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Wer und was bleibt am Ende des Tages zu unserem Nachtmahl?

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